Gebäudebrand

Standort

Postweg 2
29320 Hermannsburg 52° 50' 0.1176" N, 10° 8' 7.2204" E
Sirenenalarm

Bei Eintreffen der Bavener Einsatzkräfte bot sich folgende Lage:

Reithalle in Vollbrand, angrenzender Unterstand bereits eingestürzt, Gastronomiebereich von Flammen bedroht bzw. schon eingeschlossen, Gastank bläst brennende Gase ab. Erschwerend kam hinzu, dass die Reithalle mit Sägespäne oder Mulch ausgelegt und mit einer Bretterwand verkleidet war. Menschen waren nicht mehr in Gefahr. Die angrenzenden Stallungen schienen nicht von den Flammen befallen und es waren keine Tiere in den Ställen.

 

Zuvor war Vollalarm für die Gemeindefeuerwehr Hermannsburg ausgelöst worden. Um 03:15 Uhr heulten im gesamten Gemeindegebiet die Sirenen, was um die Uhrzeit schon auf eine große Schadenslage vermuten ließ. Sofort wurde die Einsatzstelle in Abschnitte eingeteilt, um die rund 130 Einsatzkräfte besser koordinieren zu können. Das Großfeuer wurde von zehn Atemschutztrupps im Innenangriff und zahlreichen B- und C-Rohren im Außenangriff unter Kontrolle gebracht. Die Kühlung des 5.000 Liter Gastanks schien nicht genug und so kam es, dass er im Laufe des Einsatzes zu hohen Druck erreichte, (zum Glück „nur“) ein wenig riss und eine ca. 7 Meter hohe Flamme ragte in den Nachthimmel. Sofort wurde der Rückzug angeordnet und eine Sicherheitszone eingerichtet. Nach Klärung des Umstandes wurden auf der anderen Seite des Gebäudes die Löscharbeiten wieder aufgenommen.

In der Zwischenzeit war auch das DRK eingetroffen, um die Einsatzkräfte, die seit nun mehr als vier Stunden im Einsatz waren, mit Heißgetränken zu versorgen.

Zum Aufspüren von Glutnestern wurde die Wärmebildkamera aus Celle angefordert.

Bei Abrücken der ersten Kräfte gegen 09:45 Uhr waren die Reithalle und der angrenzende Unterstand komplett zerstört. Der Gastank blies weiterhin brennende Gase ab, welche auch die Nachlöscharbeiten des Strohlagers behinderten.

Um ca. 16:30 Uhr war der Gastank ausgebrannt und der Strohhaufen konnte abgelöscht werden. Nach Ablöschen wurde das Hofgut dem Besitzer übergeben.

Da während des ganzen Einsatzes eine erhebliche Gefahr vom Gastank ausging war immer mindestens ein Rettungswagen vor Ort. Noch während des Einsatzes nahm die Kripo die Ermittlungen auf.

 

 

 

Einsatzende: 

Donnerstag, 23 Oktober, 2008 - 09:15

Alarmierte Wehren: 

Baven
Hermannsburg
Beckedorf
Weesen
Oldendorf

Einsatzbegin: 

Donnerstag, 23 Oktober, 2008 - 03:15

Stärke: 

130

Einsatzart: